Umbau Lageführung #1 – Gedanken, Planung, Bestellung

Eine Dokumentation von OFM Claudio Jäger
Schon im Jahr 2017 hatten wir den Plan unsere Lageführung zu digitalisieren und auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Nun – 2019 – war es soweit. Die Lageführung sollte mehrere Bildschirme, Computer und einen Drucker enthalten, damit die Einsatzdokumentation voll digital durchgeführt werden kann. Dies hat den Vorteil, dass alle Informationen übersichtlich, schnell und unkompliziert an Beteiligte (beispielsweise andere Feuerwehren, Rettungsdienst, Polizei, Einsatzleiter) weitergegeben werden können.
Die Lageführung ist ein unverzichtbares Instrument bei größeren Einsätzen und Geschehnissen. Bei ihr laufen alle wichtigen Informationen zusammen und werden übersichtlich dokumentiert. Beispiel Großbrand:
– Wie viele vermisste Personen sind noch im Gebäude?
– Wie viele Atemschutztrupps haben wir zur Verfügung?
– Befindet sich in der Nähe eine Gasleitung?
All das sind Fragen, die die Lageführung beantworten kann, da laufend Funkgespräche protokolliert und mit den Einsatzleitern kommuniziert wird.
Ausgeführt ist unsere Lageführung als ein 1m x 2m großer Wagen, welcher die notwendigen Tools beinhaltet und als Tisch verwendet werden kann.
Foto des bisherigen Lageführungswagens.
Planung
Die vorhandene Lageführung sollte so adaptiert werden, dass auf ihr die folgenden Systeme Platz finden:
- Einen Arbeitsplatz für die Protokollierung: Laptop
- Einen Arbeitsplatz für die Erstellung der Übersichtskarte und für weitere EDV gestützte Aufgaben: Computer mit zwei UHD Monitoren
- Einen großen Bildschirm, damit alle Informationen bei Lagebesprechungen präsentiert werden können
- Einen Drucker für das ausdrucken von Karten und Einsatzinformationen
- Internet Zugang
All diese Systeme sollten auf dem vorhandenen Wagen installiert werden. Die Herausforderung dabei? Die Struktur des Wagens sollte so wenig wie möglich geändert werden, da alle Elemente maß-angefertigt wurden und ein kompletter Umbau deshalb nicht so einfach möglich ist.
Die Leitung des mechanischen Umbaus hat OV Roland Mohrherr übernommen, welcher auch bei der ursprünglichen Konstruktion des Wagens federführend beteiligt war.
Bestellung
Der Großteil der Komponenten wurden Online bestellt, wobei darauf geachtet wurde, dass die Artikel so weit wie möglich bei österreichischen Händlern bestellt werden. Größere bzw. teurere Komponenten, wie beispielsweise der Fernseher, der Computer und der Laptop wurden in lokalen Geschäften gekauft.
Kopfzerbrechen bereitete mir der gekaufte Computer. In der Beschreibung stand, dass er drei Displayport Ausgänge besitzt. Diese sind auch unbedingt notwendig, da dieser PC drei UHD Bildschirme mit Bildern füttern muss. Noch euphorisch ausgepackt, stellte ich gleich darauf ernüchternd fest, dass die Grafikkarte nur einen Displayport Ausgang besitzt. Nach der Kontaktaufnahme, der Rückgabe des PCs und mehreren Gesprächen mit dem Elektronikhändler wurde mir bestätigt, dass da ein gröberer Fehler vorlag: Die PCs wurden mit einer falschen Grafikkarte ausgeliefert. Da ich den Computer bis Mittwoch benötigte, kam eine Nachlieferung eines korrekt zusammengebauten Computers leider nicht in Frage. Deshalb half nur eine weitere Fahrt nach Innsbruck, in Richtung MediaMarkt.
Eines kann ich schon verraten – der erste Zusammenbau verlief hingegen reibungslos. Mehr dazu im nächsten Beitrag der Serie Umbau Lageführung.